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14.11.2009, 11:00 Uhr Übersicht | Drucken
Kommunikator in der Kommandozentrale
Schröter`s Abschied, Körner`s Einstieg

„Die modernste Kreisverwaltung in ganz Rheinland-Pfalz gestalten" -  Clemens Körner (CDU) startet reichlich selbstbewusst in seine zunächst acht Jahre als Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises. Viele Gespräche führen, sich einen Überblick verschaffen will er. Und dann steht auf seiner persönlichen Agenda ein Thema ganz weit oben: der Umgang mit der vom Land geplanten Kommunalreform.

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Wenn  Clemens Körner zum letzten Mal in seiner bisherigen Funktion als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dudenhofen die Stechuhr im Rathaus bedient hat, verfallen nach seinen eigenen Angaben 5000 Überstunden. Bei einem regulären Acht-Stunden-Tag und durchschnittlich 230 Arbeitstagen per annum hätte der 50-Jährige seit seiner Wahl 2001 also rund zweieinhalb Jahre länger an seinem Schreibtisch verbracht.

Derzeit beweist sich dem künftigen Landrat der Wahrheitsgehalt einer vielzitierten Weisheit des politischen Geschäfts: „Der König ist tot, es lebe der König." Und er selbst, sagt  Clemens Körner, stehe jetzt vor einem Problem, dessen Ausmaß ihm zunächst nicht bewusst gewesen sei: „Wie fasse ich für meinem Nachfolger acht Jahre als Verbands- und 14 Jahre als Ortsbürgermeister zusammen?"

Mit seinem Parteifreund Peter Eberhard - bisher Förster, künftig Verwaltungschef - geht Körner so um, wie er das auch mit seinen engsten Mitarbeitern im Kreishaus halten möchte: reden, selbst fragen und Fragen zulassen. Die Art und Weise, in der die Übergabe mit Landratsvorgänger Werner Schröter abläuft, beschreibt Körner als „professionell". Kein Wunder, von beiden ist bekannt, dass die politische Schnittmenge klein, die gegenseitige persönliche Wertschätzung unter anderem deshalb nicht allzu ausgeprägt ist.

Was passiert also, wenn am Donnerstagmorgen, 19. November,  Clemens Körners landrätlicher Dienstwagen zum ersten Arbeitstag in die Tiefgarage des Ludwigshafener Kreishauses gerollt ist? Klar, erst einmal will der Neue sein unmittelbares Arbeitsumfeld organisieren, es folgen Treffen mit den einzelnen Fachabteilungen. „Keine große Versammlung, ich will die Leute und ihre Erwartungen persönlich kennenlernen." Und dann? Der neue Landrat will sich dem Verdacht parteipolitisch motivierter Personalpolitik erst gar nicht aussetzen: Körner nimmt deshalb keine Vertrauten mit aus Dudenhofen, Schröters geschäftsführender Beamter und sein persönlicher Referent bleiben als Sozialdemokraten erst einmal, wo sie sind - an wichtigen Schaltstellen im Verwaltungsgefüge.

Was zumindest ein wenig über Körners Verständnis von Führung verrät: Er hat - zumindest bisher - auf weitgehendes Delegieren von Verantwortung ans mittlere Management und die Technik gesetzt, hat Leute aus seiner Umgebung geschickt ins Vertrauen gezogen. Und das ohne Blick aufs Parteibuch: „Im Geschäft bin ich geschlechts- und parteilos", scherzt der Dudenhofener. Letzteres wird ihm als Landrat wohl nicht immer so ganz leicht fallen.

Moderieren und gleichzeitig die Interessen des Kreises und seiner Gemeinden verteidigen - so umschreibt  Clemens Körner seine Position zu einem der wichtigsten Themen auf seiner Agenda: die Kommunal- und Gebietsreform des Landes. „Das betrifft uns massiv. Schon deshalb geht es mir um bessere Beziehungen zu den Bürgermeistern." Auch weil im Zuge der Reformen über die Aufgabenverteilung zwischen Kreis und Kommunen diskutiert werde, müsse das Verhältnis der Akteure „gelenkiger" werden.

„Gelenkiger" sollen auch die Verbindungen zu den Nachbarkommunen sein. Die Kontakte beispielsweise zu Speyers OB Werner Schineller oder der Ludwigshafener Rathauschefin Eva Lohse seien hervorragend. Beste Voraussetzungen für eine Fusion der Sparkassen? „Dass drei Verwaltungsratsvorsitzende dasselbe Parteibuch haben, sollte nicht den Ausschlag geben", sagt Körner. Die Entscheidung erleichtern könnte es schon. (örg)

28.11.2009, 16:26 Uhr


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